Medien über das Ensemble Razbar
Los Angeles Times, April 29, 2002, World Music Review
Es ist nicht ganz angemessen, den Auftritt des Ensemble Razbar in The Wadsworth Theatre am Sonnabend als eine Performance zu beschreiben. Trotzt seinen Unterhaltungsaspekten ist dieses Ereignis mehr als ein Andachtserlebnis zu identifizieren.
Das Ensemble Razbar, mit dem Standort Deutschland seit seiner Gründung in 1997, besteht aus kurdischen Mitgliedern der Ahl-e Haqq, eines mystischen Ordens gegründet im 15. Jh.. Die Zusammensetzung des Ensemble Razbar widerspiegelt die Bereitschaft der Ahl-e Haqq selten bei solchen Orden den Männern und Frauen zu erlauben, gemeinsam in einer Andachtsfeier teilzunehmen.
Ihre Darbietung bestand aus zwei Teilen. Erster Teil, ein Djam oder eine Zusammenkunft, konzentrierte sich an Singen und ekstatische Expressionen des Zekr spirituelle Hymnen und Gedichte. Zweiter Teil war ein Tschuppi-Tanz, bei dem eine Reihe der farbenprächtig gekleideten Tänzerinnen, sich bewegend mit den für dieses Genre charakteristischen Hüpf- und Sprungschritten, zusammen mit einer Gruppe der Tänzer, eine Hochzeitszeremonie dargestellt haben.
Trotzdem war es der erste Teil, der den größten Eindruck machte. Die über 20 Mitglieder des Ensembles, in weißen Gewändern, sitzend auf der Bühne, wurden von Musikspielern der Tanbur, einer Langhalslaute; der Kamantsche (Fidel) und der Rahmentrommel Daf begleitet. Die Musik war tranceähnlich und beabsichtigte mehr eine spirituelle Ekstase zu verschaffen als eine musikalische Virtuosität zur Schau zu stellen.
Als die Musik, Rhythmus und Gesänge ihre Intensität aufgebaut haben, trat jeder Teilnehmer ins eigene Reich der Spiritualität ein; die Körper bewegten sich, die Arme wedelten, die Köpfe drehten sich. Die Gänge im Saal füllten sich mit Zuschauern, die in ähnlicher leidenschaftlichen Art erwiderte eine bemerkenswerte Vorstellung von Razbars Fähigkeit, die transzendenten Kräfte einer gemeinsamen Ausdrucksform zu erzeugen.
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